- Projektzeitraum: August 2014 – 2015
- Branche: Bauwesen
- Standort: Österreich
- Sonderlage: Akute Liquiditätskrise nach familiärem Notfall
Ausgangslage
Ein regional tätiges Familienunternehmen im Bauwesen befand sich zunächst auf stabilem Wachstumskurs, ehe es durch einen plötzlichen Todesfall in eine akute Krise geriet. Der unerwartete Verlust eines Familienmitglieds und Mitgeschäftsführers erschütterte nicht nur die Organisation emotional, sondern führte auch zu erheblichen wirtschaftlichen Problemen: Liquiditätsengpässe, Überschuldung und der Rückzug der Banken brachten das Unternehmen an den Rand der Insolvenz.
In dieser außergewöhnlichen familiären und unternehmerischen Situation übernahm ich ab August 2014 interimistisch Verantwortung in der Geschäftsleitung – mit dem Ziel, eine geordnete Sanierung einzuleiten und den Fortbestand des Unternehmens zu sichern.
Zielsetzung
Mein vorrangiges Ziel war es, den Fortbestand des Unternehmens zu sichern, Vertrauen bei Gläubigern und Banken wiederherzustellen und eine tragfähige Sanierungsstrategie zu entwickeln. Darüber hinaus wollte ich eine neue Struktur schaffen, die auch für externe Investor:innen attraktiv ist.
Vorgehensweise
In enger Abstimmung mit dem damaligen Not-Geschäftsführer konnte ich eine umfassende Sanierungsagenda umsetzen:
- Analyse & Maßnahmenplan: Detaillierte Analyse von Kosten und Abgaben sowie Entwicklung eines Sanierungskonzepts
- Kostensenkung & Vermögensfreisetzung: Personalabbau, Kostenreduktion und gezielter Verkauf werthaltiger Betriebsmittel
- Cashflow-Stabilisierung: Schaffung eines mittelfristig positiven Liquiditätsprofils
- Gerichtliche Sanierung: Vorbereitung und Einbringung eines Sanierungsverfahrens mit Fremdwährung gemeinsam mit der Rechtsvertretung
- Gläubigerkommunikation: Kontinuierliche Gespräche mit Banken und Masseverwalter zur Einigung über Rückführungen
- Investorensuche: Führung von Gesprächen mit potenziellen Investoren zur langfristigen Stabilisierung
Ergebnis
Zu meiner großen Freude und zur Erleichterung meines Kunden konnte ich die drohende Insolvenz abwenden und die Sanierung erfolgreich abschließen. Ein Investor beteiligte sich mehrheitlich am Unternehmen. Dadurch entstand eine langfristige, positive Perspektive für den Baumeisterbetrieb.